Die Fotografen
Sport, Bewegung, Körper und Großstadt – acht Fotografen und ihre Sicht der Dinge, visuell verbunden im SCHWEISS UND FEUER-Buch.
Sport, Bewegung, Körper und Großstadt – acht Fotografen und ihre Sicht der Dinge, visuell verbunden im SCHWEISS UND FEUER-Buch.
Blogger, Fotograf
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Cutter, Filmemacher, Fotograf
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Thomas bei Flickr
Ästhetische Fotografie hatte schon immer eine enorme Faszination auf mich, egal ob bei Fotos oder auch als „bewegte Fotos“ in Filmen. Genau betrachtete ich die Art und Weise wie eine Kamera einen Film in Szene setzte und analysierte, was wie funktionierte und was nicht. Wie wurde das Licht gesetzt? Was macht das Bild interessant? Und warum wirkt ein anderes Bild weniger interessant?
Während meiner Zeit an der Filmschule in New York wurde mir schließlich die Möglichkeit geboten, meine Beobachtungen in der Praxis auszutesten, mein Wissen zu erweitern und an meiner Technik zu feilen. Das Fotografieren begann für mich dann mehr als eine Übung. Eine Art mein Auge als Kameramann oder meinen Sinn für Ästhetik als Cutter zu schulen. Und so wurde aus einem Hobby etwas mehr, ohne dass ich je einen Fotografiekurs belegte, nur durch „learning by doing“.
Heute bin ich in der glücklichen Position, dass immer mehr Menschen auf mich zu kommen, die meine Arbeit mögen und sie in Büchern, CD-Covern oder Ähnlichem veröffentlichen wollen.
Urbane Landschaften und besonders Street Art haben für mich einen besonderen optischen Reiz. Als eine eher unvollkommene Kunstform bringen sie Farbe, Leben und einen Ausdruck von moderner Kultur in die oft grauen Metropolen. Meist wähle ich mir einen Bezirk aus und ziehe dann mehr oder weniger ziellos durch die Straßen und fotografiere alles, was ich für interessant befinde. Gerne laufe ich auch die selbe Route mehrmals, weil ich immer wieder neue Details finde, an denen ich Wochen zuvor achtlos vorbei gelaufen bin.
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www.cockoftherock.com
CockOfTheRock bei MySpace
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CockOfTheRock muss niemandem nachstellen. Der Kreuzberger Fotograf und DJ geht mit offenen Augen durch seine Stadt. Die Kamera hat er Tag und Nacht dabei. Die Straßen von Berlin sind genauso sein zu Hause, wie die Clubs an der Spree. Wo andere vorbei gehen, bleibt er stehen. Wo andere weggucken, schaut er hin. Spricht Menschen an, hält Momente fest. Hier und jetzt. Das Objektiv ist sein Auge, die Kamera sein Herz.
Studentin, Fotografin
www.meaganjeanphotography.com
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Art Director, Diplom-Fotograf und Designer
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www.randomat.org
Kann man so fotografieren, wie Dubstep klingt? Wie wär’s denn ohne Werbung? Räumt „Die Ordnung der Dinge“ innerlich auf? Ist Futurismus altmodisch? Wem gehört Paris? Wo hört Fotografie auf und wo fängst du an? Kannst du dich bitte anders hinstellen? Wann ist Sonnenaufgang? Wer stellt mich an oder aus?
Als die Futuristen die Fotografie entdeckten, übersetzten sie ihre Gemälde und die frühen Bewegungsanalysen Edward Muybridges in wilde Mehrfachbelichtungen, die sogenannte Chronofotografie. „Wir erklären, dass sich die Herrlichkeit der Welt um eine neue Schönheit bereichert hat: die Schönheit der Geschwindigkeit.“ (Filippo Tommaso Marinetti, 1909). Der nachvollziehbaren, aber kritiklosen Haltung der Futuristen begegne ich mit atemlosem Stillstand, Gleichzeitigkeit, leeren Städten und Motion Capturing. Abseits vom Screen in der riechenden Natur zu sich kommen oder sich in Trance rennen. Die Menschmaschine kann nicht anders, will aber auch schmerzfrei funktionieren und auch willentlich nicht funktionieren. Dynamik und Schwerelosigkeit wie bei den eingefroren wirkenden Bildern von Philippe Halsman, der Dali schwebend fotografiert hat, Stroboskopblitze in der Nacht und Mehrfachbelichtungen bei Tage, optimiert durch Bildbearbeitungssoftware.
oschneid {at} randomat [dot] org